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15 Hunde die viel haaren – Mit Bildern & Pflegetipps

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15 Hunde die viel haaren – Mit Bildern & Pflegetipps

Hundehaare auf dem Sofa, im Essen, an der schwarzen Hose – wer einen stark haarenden Hund hat, kennt das. Manche Rassen haaren so stark, dass man meinen könnte, sie erschaffen täglich einen neuen Hund. In diesem Artikel stellen wir dir die 15 stärksten Haarer vor – und geben Tipps, wie du das Haaren reduzieren kannst.

ℹ️Info

Haarender ist nicht automatisch schlechter. Viele der schönsten und besten Familienhunde haaren stark. Mit der richtigen Pflege und Ausrüstung ist es gut zu managen.

Warum haaren Hunde?

Die 15 stärksten Haarer

1. Alaskan Malamute ⭐⭐⭐⭐⭐

Das Doppelcoat des Malamutes ist für arktische Temperaturen gemacht – und entsprechend dicht. Zweimal im Jahr "bläst" er seine Unterwolle aus. In dieser Zeit verlierst du täglich knäuelweise Fell.

Pflegehinweis: Täglich mit einem Unterwollbürste (Furminator o.ä.) bürsten. Nie scheren – das Doppelcoat schützt auch vor Hitze.

2. Siberian Husky ⭐⭐⭐⭐⭐

Wie der Malamute, aber etwas kleiner. Der Husky haart enorm während des Fellwechsels. Außerhalb dieser Phase ist das Haaren moderat. Bekannt für "Husky-Schneesturm" im Frühjahr.

3. Labrador Retriever ⭐⭐⭐⭐⭐

Der Labrador ist einer der meistgehaltenen Hunde der Welt – und einer der stärksten Haarer. Das kurze, dichte Fell klebt an allem. Kein Sofa, keine Hose, kein Auto ist sicher.

Besonderheit: Der Labrador haart ganzjährig und nicht nur saisonal.

4. Golden Retriever ⭐⭐⭐⭐⭐

Das goldene Haar des Golden Retrievers ist wunderschön – und überall. Das lange, dichte Fell fliegt in der Wohnung, klebt an Kleidung und findet seinen Weg in jeden Winkel.

5. Deutscher Schäferhund ⭐⭐⭐⭐⭐

6. Bernhardiner ⭐⭐⭐⭐

Der Bernhardiner haart viel – und sein Fell ist lang. Dazu kommt Sabber. Wer einen Bernhardiner hat, hat Haare und Speichelspuren überall. Trotzdem ein beliebter Familienhund.

7. Chow Chow ⭐⭐⭐⭐

Das extrem dichte, plüschige Fell des Chow Chows muss täglich gepflegt werden. Während des Fellwechsels verliert er enorme Mengen Unterwolle.

8. Akita Inu ⭐⭐⭐⭐

Der japanische Akita hat ein dichtes Doppelcoat und haart zweimal jährlich sehr stark. Der Rest des Jahres ist das Haaren moderat.

9. Neufundländer ⭐⭐⭐⭐

Riesig, sanftmütig und ein starker Haarer. Das lange, dichte Fell des Neufundländers braucht tägliche Pflege und hinterlässt Spuren überall im Haus.

10. Samojede ⭐⭐⭐⭐⭐

Das strahlend weiße Fell des Samojeden ist traumhaft – und hinterlässt weiße Haare auf allem Dunklen. Er haart stark und die Haare sind durch die weiße Farbe besonders sichtbar.

11. Corgi ⭐⭐⭐⭐

Für seine Größe haart der Corgi erstaunlich viel. Das kurze, dichte Fell klebt überall fest. Ein echter Überraschungshaarer.

12. Dalmatiner ⭐⭐⭐⭐

Das kurze Fell des Dalmatiners schuppt ganzjährig und klebt durch seine Struktur besonders hartnäckig in Textilien. Dalmatiner-Besitzer kennen das Problem gut.

13. Rottweiler ⭐⭐⭐

Das kurze, dichte Fell mit Unterwolle haart moderat bis stark – besonders im Fellwechsel. Durch die dunklen Haare fallen sie auf hellen Textilien besonders auf.

14. Border Collie ⭐⭐⭐

Mittellanges bis langes Fell mit Unterwolle – der Border Collie haart moderat bis stark. Die langen Haare sind besonders in Teppichen hartnäckig.

15. Irischer Setter ⭐⭐⭐

Das seidig-rötliche Fell des Irischen Setters ist wunderschön und schuppt moderat. Besonders die langen Haare fallen auf.

Haaren nach Intensität

5 Tipps um das Haaren zu reduzieren

  1. Regelmäßiges Bürsten: Tägliches Bürsten entfernt lose Haare bevor sie auf dem Sofa landen. Unterwollbürste (Furminator) ist Gold wert.

  2. Gesunde Ernährung: Hochwertige Nahrung mit Omega-3-Fettsäuren (Lachsöl) stärkt das Fell und reduziert unnötigen Haarausfall.

  3. Regelmäßiges Baden: Alle 4–6 Wochen – löst lose Haare und stimuliert neue Fellentwicklung.

  4. Fellwechsel-Spray: Spezielle Entwirr- und Pflegesprays helfen, die Unterwolle leichter zu bürsten.

  5. Tierarzt-Check: Übermäßiger Haarausfall außerhalb des Fellwechsels kann auf Schilddrüsenprobleme, Parasiten oder Allergien hindeuten.

Welche Hunde haaren gar nicht?
Kein Hund haart gar nicht – aber manche haaren so wenig, dass man es kaum bemerkt. Wenig haarende Rassen: Pudel, Malteser, Bichon Frisé, Yorkshire Terrier, Shih Tzu, Portugiesischer Wasserhund. Diese haben meist lockiges oder seidiges Fell, das kaum schuppt, aber regelmäßig geschoren werden muss.
Hilft das Scheren gegen zu starkes Haaren?
Nur bei Rassen ohne Doppelcoat. Bei Hunden mit Doppelcoat (Husky, Malamute, Schäferhund) das Fell niemals scheren! Das Doppelcoat reguliert die Körpertemperatur und schützt vor Hitze UND Kälte. Ein geschorenes Doppelcoat wächst oft falsch nach und kann dauerhaft beschädigt werden.
Ist starkes Haaren ein Zeichen von Krankheit?
Normales saisonales Haaren ist kein Zeichen von Krankheit. Wenn der Hund jedoch außerhalb des Fellwechsels ungewöhnlich viel haart, kahle Stellen bekommt oder das Fell stumpf und spröde wirkt, sollte ein Tierarzt die Schilddrüsenwerte und andere Faktoren prüfen.

Felltypen und warum manche Hunde mehr haaren

Nicht alle Hundehaare sind gleich. Der Felltyp bestimmt, wie viel und wann ein Hund haart:

Einfachcoat (Single Coat): Nur eine Fellschicht ohne Unterwolle. Wenig saisonales Haaren, dafür kontinuierlich. Beispiele: Yorkshire Terrier, Malteser, Bichon Frisé.

Doppelcoat (Double Coat): Oberhaare + weiche, dichte Unterwolle. Zweimal jährlich massiver Fellwechsel. Kann riesige Mengen Unterwolle verlieren. Beispiele: Husky, Malamute, Golden Retriever, Schottischer Schäferhund.

Drahtcoat (Wire Coat): Raues, hartes Deckhaar. Wenig Haaren, muss aber regelmäßig getrimt werden. Beispiele: Terrier, Schnauzer.

Doppelcoat-Hunde sind mit Abstand die stärksten Haarer – insbesondere im Frühjahr wenn die Winterwolle ausgetauscht wird.

Allergie gegen Hundehaare – Was steckt dahinter?

Viele glauben, sie sind allergisch gegen Hundehaare. Tatsächlich ist in den meisten Fällen das Protein Can f 1 im Speichel, Urin oder Hautschuppen (Dander) des Hundes der Auslöser – nicht das Haar selbst.

Trotzdem tragen Haare zur Allergenverbreitung bei, weil an ihnen Dander anhäftet. Deshalb sind starke Haarer in Haushalten mit Allergikern problematischer.

Rassen die als "allergenarmer" gelten:

  • Pudel (kein Doppelcoat, wenig Dander)
  • Portugiesischer Wasserhund
  • Bedlington Terrier
  • Lagotto Romagnolo

Wichtig: Keine Rasse ist vollständig allergiefrei. Aber starke Haarer verteilen mehr Allergene im Raum.

Haushalt mit einem Haare-Hund – Praktische Tipps

  • HEPA-Filter-Staubsauger: Normaler Staubsauger bläst Allergene wieder in die Luft. HEPA-Filter hält sie zurück.
  • Waschbare Hundedecken: Leichter sauber zu halten als fest eingebaute Dekorationen
  • Eingang-Pflegeroutine: Nach dem Spaziergang kurz bürsten bevor der Hund ins Zimmer geht
  • Mikroreinfaser-Tuch: Extrem effektiv für Haare auf glatten Oberflächen
  • Rollbürste für Kleidung: Unentbehrlich für Hundehalter mit Doppelcoat-Hunden

Mit dem richtigen Equipment lässt sich der Haare-Alltag mit einem stark haarenden Hund gut managen. Die Liebe zum Hund muss nicht leiden, nur weil er das Sofa zwei Mal am Tag neu tapeziert.

Pflege-Tools für stark haarende Hunde

Die richtige Ausreichende macht die Fellpflege deutlich effizienter:

| Tool | Einsatz | Beste Rassen | |---|---|---| | Furminator | Unterwolle entfernen | Husky, Malamute, Gr. Pyr. | | Slicker-Burste | Verfilzungen lösen | Alle Doppelcoat-Hunde | | Hartbürste (Pin Brush) | Oberflächenhaare | Kurzhaarrassen | | Rubber Brush | Massage + Baden | Labrador, Golden | | Entfilzungsschere | Verfilzte Stellen | Langhaarrassen |

Der Furminator ist das bekannteste Enthaartungstool – er entfernt bis zu 90% der losen Unterwolle. Wichtig: Nur 1–2x pro Woche benutzen, nie auf feuchtem Fell und nie zu viel Druck ausben.

Wann haat mein Hund am stärksten?

Der Fellwechsel (auch Haarwechsel oder Mauserung genannt) folgt dem Lichtrhythmus des Jahres:

  • Februar/März: Winterfell wird gegen leichteres Sommerfell ausgetauscht. Höchste Haarmenge.
  • August/September: Sommerfell weicht dichterem Winterfell.

Innen- und Zimmerhunde knnen das ganze Jahr über stark haaren, da die Beleuchtung und Temperatur m keine klaren Signale mehr senden.

Ein gesunder Hund haart regelmäßig in diesen Zyklen. Andauerndes, übermäßiges Haaren außerhalb dieser Phasen – besonders mit kahlen Stellen – ist ein Zeichen, einen Tierarzt aufzusuchen.

Kann ich mit Ernährung das Haaren reduzieren?
Ja. Eine eiweißreiche, hochwertige Ernährung mit ausreichend Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren (z.B. durch Lachsöl-Ergänzung) verbessert die Fellstruktur und reduziert übermäßiges Haaren. Minderwertige Fütterung mit viel Getreide kann Haaren durch Nährstoffmangel verstärken.

Fazit – Mit einem Haare-Hund glücklich leben

Starkes Haaren ist bei vielen Hunderassen völlig normal und kein Zeichen für mangelnde Gesundheit. Mit der richtigen Pflegeroutine, guten Werkzeugen und etwas Organisation lässt es sich auch mit einem Husky, Golden Retriever oder Deutschen Schäferhund wohnen, ohne dass das Zuhause wie eine Haarattraktion wirkt.

Investiere in gutes Pflegewerkzeug, fütter hochwertig und bürste regelmäßig – dann hältst du das Haaren im Griff. Ungewohntes, starkes Haaren außerhalb des Fellwechsels oder kahle Stellen sind ein Signal für den Tierarzt. Aber normales saisonales Haaren? Das ist einfach Teil des Lebens mit einem schönen, fellreichen Hund.

Wer mit einem stark haarenden Hund zusammenlebt, wird schnell merken: Die vielen Hunde-Haare sind der Preis für unendlich viel Freude, Loyalität und Gesellschaft – und dieser Preis ist es definitiv wert.

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TiereWissen Team

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