Ein schockierender Fall von Tierquälerei in Australien sorgt international für Aufsehen. Ein 60‑jähriger Mann aus Bywong (New South Wales) hat sich vor dem Queanbeyan Local Court schuldig bekannt, nachdem er ein bewusstes, noch lebendes Känguru mehrere Hundert Meter hinter seinem Auto hergeschleift hatte
🦘 Was ist passiert?
Laut Gerichtsdokumenten fand der Mann, Michael Anthony Holmes, am Morgen des 13. April ein verletztes weibliches Känguru auf seinem Grundstück. Das Tier war geschwächt, aber noch am Leben.
Neun Stunden später kehrte er zurück, band dem Tier eine Nylonschnur um den Hals und befestigte das andere Ende an seinem Auto. Anschließend schleifte er das Känguru rund 400 Meter über eine Landstraße.
Das Tier wurde später lebend gefunden, starb jedoch kurz darauf in einer Wildtierstation an seinen schweren Verletzungen.
⚖️ Gericht: „Keine Reue“
Vor Gericht zeigte Holmes laut Polizei keinerlei Reue und bezeichnete Kängurus als „vermin“ (Schädlinge). Er erschien mit einer Skimaske, um sein Gesicht zu verbergen.
Der Mann bekannte sich schuldig zu:
- aggravated animal cruelty (schwere Tierquälerei)
Eine zweite Anklage wegen „recklessly beating and causing prolonged suffering“ wurde fallengelassen.
Das endgültige Urteil soll im Februar verkündet werden.
📌 Hintergrund: Warum der Fall so viel Aufmerksamkeit bekommt
Kängurus sind in Australien weit verbreitet, doch Tierquälerei wird streng verfolgt. Fälle wie dieser lösen regelmäßig große Empörung aus — besonders, wenn das Tier noch lebte und bewusst gequält wurde.
Der Fall wird in sozialen Medien und Tierschutzkreisen intensiv diskutiert und könnte Auswirkungen auf zukünftige Tierschutzgesetze haben.
